Wohnen

Viel Wohnen für wenig Geld? Geht das? Wir packen‘s an!

Nicht mehr als 30 % des Einkommens für Miete zahlen!

Zehn Euro pro Quadratmeter kostet die durchschnittliche Wohnung in Bonn und liegt damit 22 Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Gerade Studierende, junge Familien, aber auch Seniorinnen und Senioren können ein Lied von der aussichtslos erscheinenden Wohnungssuche in Bonn singen. Wir sagen: Das muss besser werden! Wohnen ist ein Grundbedürfnis und ein Grundrecht. Denn Bonn muss sich jeder leisten können, damit wir weiter in einer Stadt mit vielfältigen Einwohnerinnen und Einwohnern leben dürfen. In den vergangenen Jahren hat die Stadt Bonn hier ihren Job nicht gemacht und stattdessen lieber noch mehr Hotels gebaut. Doch in Hotels kann man nicht leben. Deswegen werden wir dafür sorgen, dass Bonn bezahlbare Mieten bekommt und sich jeder eine Bleibe in unserer Stadt leisten kann.

Mehr günstigen Wohnraum schaffen

Damit die Mieten wieder sinken, muss das Angebot steigen. Deswegen werden wir mehr Wohnungen bauen. Dabei ist es wichtig, nicht nur in höherpreisigen Bereichen Wohnraum zu schaffen, sondern auch Wohnungen mit einer geringeren Miete zu bauen. Um das zu erreichen, werden wir bei Bauprojekten mit mehr als fünf Wohnungen mindestens die Hälfte davon preisgebunden bauen lassen. Konkret sollen 30 Prozent geförderte Wohnungen und 20 Prozent mietregulierte Wohnungen gebaut werden. Darüber hinaus muss die Stadt durch ihre Wohnungsbaugesellschaft (VeBoWAG) auch selber mehr Wohnungen bauen. Wir werden künftig jedes Jahr 400 Mietwohnungen bauen. Städtische Grundstücke werden wir in Erbpacht verfügbar machen, um kurzfristig durch gemeinnützige, gemeinwohlorientierte und genossenschaftliche Bauträgerinnen und Bauträger zusätzlichen Wohnraum schaffen zu lassen. Auch barrierefreie Wohnungen werden wir in ausreichendem Maße bauen. Ebenso brauchen wir mehr Wohnraum für Studierende, damit gerade zu Beginn der Semester der Andrang auf den Wohnungsmarkt abgedämpft werden kann. Städtische Grundstücke werden wir nur noch in Ausnahmefällen verkaufen und sie vorzugsweise selber bebauen oder in Erbpacht vergeben. Wir werden außerdem eine Stadtentwicklungsgesellschaft gründen, die städtische Gebäude und Grundstücke erwirbt, betreut sowie sozialverträgliche Wohnungsprojekte entwickelt und umsetzt.

Bonn bleibt für alle lebenswert

Eine kluge Baupolitik kann maßgeblich zum Klimaschutz beitragen. Deswegen werden wir energieeffizientes Bauen fördern und auch die Begrünung von Dach- und Fassadenflächen vorantreiben. Gleichzeitig sollen Frischluftschneisen freigehalten werden, damit Bonn nicht überhitzt. Auch die Versiegelung von Flächen, etwa durch Schottergärten, werden wir untersagen. Darüber hinaus lockern wir die starren Regelungen zu Parkplätzen bei Wohnungsbauten und passen sie zu Gunsten von Radstellplätzen an. Bestehende Freiflächen wollen wir weitgehend erhalten und stattdessen auf bereits bebauten Flächen nachverdichten. So wollen wir etwa einstöckige Gebäude wie Garagen, Geschäfte oder Parkplätze überbauen und in die Höhe gehen.
Die Wohnungsnot ist ein Problem, das wir nur gemeinsam lösen können. Deswegen werden wir zusammen mit der IHK und Unternehmen Konzepte entwickeln, wie wir Gewerbeflächen auch für Wohnungen nutzbar machen können und daraus zusätzliche Flächen generiert werden können. So können wir auch dort, wo es möglich und sinnvoll ist, die räumliche Trennung von Wohnen und Arbeit reduzieren. Darüber hinaus werden wir bei den großen Bonner Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern dafür werben, Dienst- und Werkswohnungen zu bauen. Dafür muss die Stadt als gutes Beispiel vorangehen und gemeinsam mit der VeBoWAG Wohnungen für ihre Angestellten und Auszubildenen schaffen. Denn nur gemeinsam werden wir dafür sorgen können, dass die Mieten in Bonn für alle bezahlbar werden.