Fünf Fragen an...Angelika Esch

Angelika Esch kandidiert in Pützchen, Bechlinghoven, Holtorf und Ungarten für den Stadtrat. Die gelernte Bauzeichnerin und studierte Bauingenieurin arbeitete bis 2015 als freiberufliche Bauingenieurin und wurde danach Büroleiterin für den Bonner Bundestagsabgeordneten Uli Kelber. Nach seinem Wechsel in das Amt des Bundesdatenschutzbeauftragten übernahm sie die Leitung des Bonner Büros von Sebastian Hartmann. Seit 1998 ist sie Mitglied der SPD und seit 2018 Vorsitzende der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Bonn.

Wir haben Angelika Esch fünf Fragen gestellt – zur sozialen Gerechtigkeit, zur Bedeutung von Solidarität und zu ihrem Weg in die Politik.

Warum möchtest du in den Stadtrat?

Ich empfinde es als ein Privileg, in einem funktionierenden öffentlichen Gemeinwesen zu leben und will gerne Mitverantwortung übernehmen, dieses Gemeinwesen zu erhalten und im Sinne der Bürgerinnen und Bürger weiterzuentwickeln.

Welches Thema liegt dir besonders am Herzen?

Mir liegt das Thema soziale Gerechtigkeit besonders am Herzen. Dass es da erhebliche Unterschiede gibt, hat die Corona-Pandemie deutlich gemacht. Geschlossene Kitas und Schulen, Kurzarbeit, Kündigung - die Corona-Krise hat weitreichende soziale und wirtschaftliche Folgen. Die sind jedoch nicht für alle gleich - besonders hart trifft es die bereits Benachteiligten. Ob ein Schüler oder eine Schülerin einen Laptop oder ein Tablet besitzt, darf in Zukunft nicht mehr vom Geldbeutel der Eltern abhängen. Für diese Menschen möchte ich mich besonders einsetzen.

Was bedeutet Solidarität für dich?

Solidarität bedeutet für mich, anderen eine Stimme zu geben und Verantwortung zu übernehmen für Menschen, die unsere Hilfe brauchen.

Wie bist du zur Politik und zur SPD gekommen?

Ich komme aus einer Familie, in der Politik immer ein wichtiges Thema war. Ein Onkel war Bundestagsabgeordneter der SPD, ein anderer Bezirksverordneter der CDU. Da blieb es nicht aus, dass immer viel diskutiert wurde. Warum wurde ich dann Mitglied der SPD?
Als älteste Partei Deutschlands steht die SPD schon seit ihren Anfängen für die Grundwerte Freiheit, Gleichheit und Solidarität ein. In ihrer langen Geschichte hat sie dabei immer der Kampf für die Rechte aller geeint und das Eintreten gerade für die schwächeren Mitglieder unserer Gesellschaft. Angefangen mit den gesetzlichen Sozialversicherungen über Frauenwahlrecht bis hin zum Mindestlohn und zur Grundrente, kämpft die SPD dafür, dass unsere Gesellschaft nicht aus dem Lot gerät. Demokratie findet nicht nur an der Wahlurne statt. Politik findet tagtäglich statt. Und wer nicht nur alle vier Jahre gehört werden will, muss sich dort engagieren, wo die politische Willensbildung vorangetrieben wird – in den Parteien.

Was ist deine Vision für unsere Stadt in fünf Jahren?

Die Lebensqualität hat sich in Bonn für alle Menschen in allen Bereichen verbessert und Bonn ist in jeder Hinsicht barrierefrei. Bezahlbarer Wohnraum wurde in den Stadtteilen geschaffen. Im Jahr 2030 sind in Bonn alle Stadtteile mit dem öffentlichen Nahverkehr und dem Fahrrad gut erreichbar. E-Bikes und E-Roller gehören zum Stadtbild. Eine E-Ladeinfrastruktur ist für jeden verfügbar und unkompliziert nutzbar. Die verringerte Anzahl an PKW-Stellplätzen trägt zu einem Umdenken bei und wird durch ein dichtes ÖPNV-Netz mit Park&Ride-Möglichkeiten aufgefangen.